Stadtentwicklung

Für eine Stadt zum Bleiben ist es von zentraler Bedeutung, dass die lnfrastruktur in denBereichen Kinderbetreuung, Erziehung und Bildung den Anforderungen in besonderer Weise genügt. Quantitativ wie qualitativ muss hier die höchste Priorität liegen, gerade was die knappen Ressourcen des städtischen Haushalts angeht.

ln gleicher Weise gilt dies für Bauvorhaben: Generationengerechtes und behindertengerechtes Wohnen sowie die Teilhabe aller am gesellschaftlichen Leben der Stadt sind unverzichtbare Ziele, an denen sich Baupläne und Projektskizzen messen lassen müssen. Diese Bereiche gehorchen nicht den Gesetzen des freien Marktes, hier ist die Stadtpolitik in der Verantwortung: Es gilt, nicht nur Daseinsfürsorge zu gewähren, sondern das Gemeinwesen stark zu machen für die Vielfalt.

Von der Stadt zu definierende (Mindest-) Standards bezüglich der Barrierefreiheit von Wohnungen, der Energieeffizienz oder dem Flächenverbrauch von Bauvorhaben müssen potenziellen Bauherren gegenüber schon beim ersten Gespräch klar kommuniziert werden. Das ist Aufgabe des Oberbürgermeisters. Wer eine Stadt zum Bleiben gestalten will, muss dabei konsequent sein.

Unabdingbar ist bei der Entwicklung der gesunden Stadt, dass die Verkehrsinfrastruktur den geänderten Rahmenbedingungen angepasst wird. Es ist völlig klar, dass der mit dem prognostizierten Bevölkerungszuwachs einhergehende zusätzliche Mobilitätsbedarf in unserer Stadt nicht einfach durch weitere Straßen gedeckt werden kann. Offenbachs Stadtentwicklung muss den ÖPNV (Busse und Bahnen) ebenso zukunftsfähig planen wie Radwege und Elektromobilität – bevor die neuen Häuser stehen!

Auch beim Erhalt von Natur- und Naherholungsflächen ist für mich klar: Städtisches Handeln muss sich an den Zielen einer gesunden, nachhaltig zu entwickelnden Stadt orientieren. Das bedeutet, klare Linien vorzugeben für diejenigen, die hier investieren wollen. Diese habenauch das Recht zu wissen, was die Stadt will. Das ist Aufgabe des OB.