Offenbach in der Region

Es gibt eine Fülle von Themen, bei denen sich für Offenbach aus einer engen Zusammenarbeit mit Partnern aus der Region nur Vorteile ergeben können. Die Wasserversorgung ist ein Beispiel dafür, dass das funktioniert. Gemeinsam mit dem Kreis Offenbach haben wir seit über 50 Jahren den Zweckverband Wasserversorgung, der seit 2016 auch in einer eigenen Sparte die Wasserversorgung in der Stadt Offenbach übernahm. Ähnliches gilt für den Bereich Müllentsorgung, in dem wir gemeinsam mit Partnern aus der Region eine gemeinsame GmbH betreiben.

Bei der Energieversorgung wird es aus meiner Sicht bald strategisch darum gehen, die EVO als regionalen Versorger in Stadt und Kreis Offenbach voranzubringen. Darüber müssen wir mit dem Mehrheitsanteilseigner MVV einig werden und Perspektiven entwickeln. Das ist Aufgabe des OB.

Ein weiteres wichtiges Feld für die Vertretung Offenbacher Interessen in der Region ist die Zukunft des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV). Offenbach ist einer von 27 Partnern im Verbund, was die Komplexität der Interessenlage verdeutlicht. Hier ist die Ablösung der derzeitigen Tarifstruktur („Waben“) durch einen entfernungsabhängigen Tarif für Offenbach wichtig. Die Anbindung Offenbachs an die künftigen Linien des RMV – Stichwort Südtangente – ist ein weiteres Thema beim ÖPNV. Wenn heute dort nicht die Weichen gestellt werden, wird in 20 Jahren nichts geschehen sein – so lange braucht es mitunter, bis neue Schienenwege geplant und umgesetzt werden. Aber: Man muss damit anfangen!

Der Regionale Flächennutzungsplan, der alle fünf Jahre neu aufgelegt wird und den Städten und Kreisen vorgibt, wer was wo planen und bauen darf, sei hier als wichtiger Punkt auf der Aufgabenliste eines OB genannt – kaum beachtet, aber zentral für die Entwicklung Offenbachs in der Region.