Stadt für alle

Bei der Kinderbetreuung, der Erziehung und den Schulen müssen wir große Anstrengungen unternehmen, um die bestehende Chancenungleichheit so früh wie möglich zu verringern. Das Bereitstellen der Betreuungs- und Kitaplätze für alle ist uns selbstverständlich, bei den Schulen muss weiter prioritär an der Sanierung der Gebäude und am rechtzeitigen Bereitstellen zusätzlichen Bedarfs gearbeitet werden. Das darf an den personellen Ressourcen der Verwaltung nicht scheitern.

In der Stadt zum Bleiben – für alle – ist es selbstverständlich, dass Inklusion in allen Ämtern immer von Anfang an mitgedacht wird. Bei allen Projekten und Entscheidungen muss die Frage beantwortet werden, ob die Vorschläge dem gerecht werden. Aufgabe des Verwaltungschefs – des OB. Dies gilt in gleicher Weise für generationengerechtes Wohnen und für bezahlbaren Wohnraum.

In der Stadt zum Bleiben gibt es hervorragende soziale Netzwerke – da ist Offenbach absolut spitze, sie müssen konsequent unterstützt werden!  Das kann die Stadtpolitik dadurch tun, dass sie ihre Entscheidungen auch immer danach ausrichtet, dass niemand an den Rand gedrängt oder gar verdrängt wird.

Es ist aus meiner Sicht unverzichtbar, dass die Quote von geförderten – und damit bezahlbaren – Wohnungen wieder steigt. Sie ist unter 7 % gefallen, für die nächsten Jahre muss mindestens ein Bestand von 10 % unser Ziel sein. Dies erreichen wir nur, wenn die beschlossene Quote von 30 % Wohnungen im geförderten Wohnungsbau bei Errichtung von mehr als 50 Mietwohnungseinheiten konsequent eingehalten wird. Dafür muss ein Oberbürgermeister eintreten, auch und gerade im Gespräch mit Investoren. Von Anfang an.

Beim Thema Bleiben oder Wegziehen mache ich mir über eine Gruppe von Menschen keine Sorgen, die sicher bleiben wird. Das sind die Menschen, die sich in Vereinen, Projekten, Initiativen, Verbänden, Gemeinden, Parteien oder unorganisiert kulturell, sportlich, politisch oder in sonstiger Weise gesellschaftlich engagieren. Es wäre ein gefährlicher Irrtum zu glauben, dass dies immer so sein wird. Die Stadtpolitik muss immer wieder deutlich machen, welchen unschätzbaren Gewinn dieses zumeist ehrenamtliche Engagement bedeutet. Und es ist jede Anstrengung wert, neue Menschen dafür zu motivieren und zu gewinnen. Sie sind die Architekten der Stadt zum Bleiben!